Best Practice: Kekswerkstatt.de (Tübingen)

Kekswerkstatt-Logo

„In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei. Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei! In der Weihnachtsbäckerei – in der Weinachtsbäckerei.“

Alle Jahre wieder das selbe Spiel: Die T-Shirtränder sind verschwunden, die Gartenmöbel im Keller verstaut und in den Discountern werden wir von Lebkuchen, Lichterketten und Schokonikolausis erschlagen. Endlich ist sie da: Die Zeit, in der die Mamis ihre Austecherler-Formen auf Hochglanz polieren und sich eifrig ans Backen der leckeren Plätzchen/Kekse/Bretla machen.

Doch leider darf man von den Backkünsten der Generation Facebook nicht all zu viel erwarten. Frei nach dem Motto: „Früher konnten die Mädels noch kochen wie die Mama – heute können sie nur noch saufen wie der Papa.“ Aber nicht verzagen, denn Rettung naht!

Die Kekswerkstatt GmbH aus Tübingen

Damit die ganzen hoffnungslosen Fälle trotzdem leckeres Gebäck auftischen können, ging im Juni 2011 Kekswerkstatt.de online. Das mittlerweile 5-köpfige Team um Gründer Sebastian Reza versorgt das Volk mit einer schier endlosen Vielfalt an Kekskreationen. Darf es beispielsweise ein „Wladimir’s white Russian Keks“ sein? Oder der etwas exotischere Bruder „Bombay Bob’s Curry Keks“?

Aber in Zeiten des Mitmach-Webs gibt man sich natürlich nicht mit Standardvarianten zufrieden. Deshalb gibt es für ganz Experimentierfreudige den mächtigen „Kekskonfigurator“. Ja richtig gehört. Grundteig plus bis zu vier Zutaten auswählen, in den Warenkorb damit und ab zur Kasse. So sind auch Kreationen wie mein „Vollmilch-Ingwer-Popcorn-Schinkenwürfel-auf-Laktosefreier-Dinkelmehlteig-Basis Keks“ möglich. YUMMIE!

Kekswerkstatt.de – Onlineshop

In Vorfreude auf das Eintreffen meiner Kekskreation schau ich mir voller Spannung die Internetpräsenz der Kekswerkstatt an. Klar, zentraler Anlaufpunkt der Unternehmung ist die Website inklusive Online-Shop. Die passend zum Thema in schokobraun gehaltene Startseite punktet direkt mit reichlich leckerem Bildmaterial und vor allem soganannten Vertrauensankern. Dazu gehört beispielsweise das Siegel „Bester Bäcker Deutschlands“ und die in einem Ranking Widget (sprich: „Widschet“) dargestellten positiven (4,65 / 5) Kundenmeinungen.

Website und Unternehmensblog

Daneben verfügt die Website natürlich über die gängigen Social Media Buttons, welche zu den jeweiligen Profilen auf Facebook und Co weiterleiten. Die Buttons finde ich persönlich jedoch etwas suboptimal platziert – gehen ein bisschen unter. Seine Kekskreation kann man hingegen direkt auf Facebook posten und seinen Freunden mitteilen. Gefällt!

Da ich momentan etwas sensibel bin was Online-Texte angeht (liegt vermutlich an meiner letzten Lektüre), fiel mir der Infotext im unteren Seitendrittel noch negativ auf. Dieser lädt auf Grund fehlender Formatierung nicht wirklich zum Lesen ein und dient vermutlich primär dem internen Linkbuilding und der Unterbringung relevanter Keywords. Schade eigentlich.

Richtig super finde ich dagegen, dass man in dem Menüpunkt „Über uns & Blog“ an erster Stelle das Corporate Blog stellt:

Hier hat jemand erkannt, dass es im Social Media Marketing in erster Linie darum geht interessante Geschichten (Neudeutsch: Storytelling :/ ) zu erzählen anstatt den Besuchern langweilige Firmenbeschreibungen hinzuklatschen die der Azubi mal schnell aus der Powerpoint der Hauptversammlung rauskopiert hat. Daumen hoch!

Die Kekswerkstatt auf Facebook, Google+ und Twitter

Apropos Daumen. Selbstverständlich findet man die Keksfabrik auch auf Facebook. Bietet sich bei der hart umkämpften Zielgruppe „Alle“ ja auch an. Hier dreht sich natürlich alles rund um den Keks und so gibt es hier für die derzeit dreitausendungrad Fans haufenweise Infos zu den Produkten, Termine, Vorstellung des Teams, Gewinnspiele und vieles mehr. Grafisch alles schön aufbereitet, rechtlich sauber und einfach ungezwungen sympathisch.

Auf Google+ von der Bildsprache her kein Unterschied, lediglich die Resonanz hält sich hier noch in Grenzen. Da es sich beim Keksbusiness um B2C handelt, mit Ausnahme der „Firmen-Kekse“, und gefühlt außer Technik-Nerds und Internet-Geeks irgendwie NIEMAND in Google+ aktiv ist absolut nachvollziehbar. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Hat man erkannt und der Grundkeks ist auf jeden Fall schonmal gelegt.

Fleißig gezwitschert wird natürlich auch. Der gut gepflegte Twitterkanal wurde bis heute mit 742 Tweets gefüttert und erreicht momentan direkt 166 Accounts.

Youtube

Das vorangegangene Best Practice Beispiel kam in Sachen Youtube ja nicht so prickelnd davon. Richten wir unseren Blick also voller Hoffnung auf die Flimmerkiste der Kekswerkstatt. Die Analyse fällt auch hier recht kurz aus: 2 hochgeladene Videos, 2 Abonnenten.

Beschreibung? Awa. Informationen? Nada. Interessante Inhalte? Nullinger. Lediglich ein Link zur Website. :(

Hier der letzte Beitrag:

Das Video wurde vermutlich eher aus der Not heraus geboren, so à la: „Hmm. Wir sollten mal selber was hochladen. Erklären wir den Leuten doch, wie man bei uns bestellt! Geil!“. Sollte ein Online-Shop in 2012 eigentlich nicht nötig haben. Zudem sieht der Nutzer im wohl bemerkt aktuellsten Video noch den alten Shop inklusive altem Logo. Hmm.

Da kann man sicherlich mehr reißen. „Wie kommt der Keks aus dem Konfigurator in die Tüte?“ Videowettbewerb zum Thema „Was für ein Keks bist du?“ oder oder oder. Hier ist auf jeden Fall Handlungsbedarf.

Die Macht der Bilder! Instagram und Pinterest

Kekse verticken hat so seine Vorteile. Kekse lösen beim Betrachter in der Regel auf Anhieb Appetit und Speichelfluss aus. Kein Wunder also, dass das Team der Kekswerkstatt auch auf die bildlastigen Social Networks Instagram und Pinterest setzt.

Die Erfolgsformel: Jeder mag Kekse. Und jeder mag Bilder von Dingen, die er mag. Also mag auch jeder Bilder von Keksen. So einfach ist das.

Der Instagram Kanal ist mit 11 Followern zwar 500% stärker im Geschäft als Youtube 😉 aber ich lehne mich vermutlich nicht aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass Instagram momentan für die Kekswerkstatt noch kein relevanter Umsatztreiber ist.

Anders hingegen Pinterest. Für alle denen das jetzt gar nichts sagt: Frag doch einfach schnell deinen nächstbesten Kollegen: „Hey, bist du eigentlich auf Pinterest?“. Es gibt zwei mögliche Antworten:

– „Bidde was?“
oder
– „Hab nen Account. Blicks aber nicht.“

Die Kekswerkstatt auf Pinterest

Die Kekswerkstatt hingegen weiß sehr wohl was sie in dem bildverliebten Social Network verloren hat. Denn was ursprünglich als Hype für Fashion-Victims und unterbeschäftigte Teenies abgetan wurde entwickelt sich momentan mit enormem Wachstum zu einem der Top5-Traffic-Lieferanten – vorrangig natürlich im B2C.

Seit Kurzem bietet Pinterest neben privaten Profilen auch Unternehmensseiten an. Die 142 Follower der Kekswerkstatt erscheinen auf den ersten Blick nicht viel – schaut man sich jedoch vergleichbare deutsche Unternehmungen (z.B. mymuesli, chocri) an spielt man hier schon oben mit. Aber wie gesagt: Das Ding ist noch relativ jung, entwickelt sich prächtig und spielt in Zukunft sicher eine wichtige Rolle.

Vorschau: Interview und Gewinnspiel

Christian Sattel Kekswerkstatt.deWas für eine Rolle, das erklärt uns der Christian nächste Woche im exklusiven Interview. Nee. Nicht der Christian der die Spätzle macht, sondern Christian Sattel. Der ist nämlich offizieller Keksecutive – Social Media & Business Development und kümmert sich daher um die ganzen Social Media Aktivitäten der Kekswerkstatt.

Und weil sich so ein Interview am schönsten bei einer Tasse heißer Schokolade und einem selbst kreierten Keks liest, verlosen wir nun einen leckeren 25-Euro Gutschein der Kekswerkstatt!

Alles was ihr dafür tun müsst ist einen Kommentar hier im Artikel zu hinterlassen, in dem ihr uns eure aaabsolute Lieblings-Kekskreation vorstellt. Yummie!

Einsendeschluss ist Mittwoch, der 5. Dezember – der Keksweg ist ausgeschlossen!

Auf Grund zu geringer Teilnahme (in Worten: null) wird der Gutschein im nächsten Artikel (Interview mit Christian Sattel) verlost! Hopp! Hopp! Mitmachen!

Grüße aus der Küche!

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Christian

Kurz zu mir: Als Social Media Community Manager der Firmengruppe Liebherr betreue ich die verschiedenen Firmen-Auftritte auf Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und YouTube. Daneben blogge ich hier über Social Media Marketing, Online Marketing und sonstigen digitalen Schabernack.

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  1. Pingback: Social Media Verantwortliche im Interview: Christian Sattel (Kekswerkstatt.de) | spätzlemitsoß.de Social Media Marketing Blog aus der Region Oberschwaben, Schwaben und Allgäu

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