Facebook Spendeaktion: 1 Like = 4 Euro für die Flutopfer! Lasst uns helfen!

Eigentlich sollte ich gerade über meiner Bachelor-Thesis sitzen. Und eigentlich habe ich mir auch vorgenommen nicht mehr so oft und so dolle auf andere draufzuhauen mit meinen Artikeln. Eigentlich.

Denn die aktuelle Facebook Kampagne der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß, die uns schon aus einem älteren Negativ-Beispiel bekannt ist, schießt einfach mal wieder komplett den Vogel ab. Worum geht’s?

Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, kam es in einigen Gebieten der Bundesrepublik aufgrund des langanhaltenden Regens zu verheerenden Überschwemmungen. Wir kennen die, leider sehr beeindruckenden, Bilder aus den Medien:

Floods Hit Germany: Danube and Inn

Quelle: gettyimages

Und spätestens als Bild.de heute verkündete, dass tragischerweise bald sogar Chips und Pommes knapp werden könnten, ist sich auch der letzte Familien im Brennpunkt Fan der ernsten Lage bewusst:

Bild Chips Pommes werden knapp

Quelle: Bild.de

 

Okay. Die Lage ist ernst. Da muss man doch was machen. Das dachten sich auch die Social Media Experten der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß und starteten eine einfallsreiche Spendenaktion. Für jeden neuen Fan spenden die netten, orange-krawattierten Damen und Herren 2 Euro an Flutopfer. Der Betrag wird am Ende sogar noch verdoppelt! Also 4€ für einen läppischen Like! Geil.

Spenden Flutopfer Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß

Wie schon bei ähnlichen mehr oder minder verwerflichen Spendenaktionen via Facebook-Likes kommt hier natürlich schnell der Verdacht auf, dass es sich hier um eine ziemlich kurz gedachte Masche handelt, die Reichweite und somit den Werbewert der eigenen Fanpage unter dem gönnerhaften St.Martins-Mantel zu steigern. Das sieht auch der erste Fan so und löst direkt eine hitzige Diskussion auf der Fanpage aus:

FB Raiba Ehingen Kritik

 

Nein. Selbstverständlich war nie der Gedanke von dieser Aktion zu profitieren. Hervorragend auch das Gegenargument, man könne sich ja auch einfach Fans „für billigeres Geld kaufen“. Ja wenn das so ist, dann glaub ich’s halt doch.

So. Aufgepasst. Jetzt kommt die Stelle an der ich eigentlich noch weiter ausführen könnte, wie sehr mich dieser hier getriebene PR-Fauxpas ärgert. Eigentlich. Das große Aber:

Denn mit dem ganzen Gestänkere ist ja am Ende doch niemand geholfen (außer den Social Media Verantwortlichen, die ihre geplanten Aktionen jetzt vielleicht nochmal überdenken…) und deshalb rufe ich jetzt alle meine lieben Freunde, Leser und Follower auf Facebook, Twitter, Google+ und wo sie sich sonst noch so tummeln auf zu helfen:

Teilt diesen Artikel auf euren Pinnwänden, jagt ihn durch eure Newsfeeds, bloggt darüber, twittert was das Zeug hält, damit so viele Menschen wie möglich die Fanpage der Raiffaisenbank Ehingen-Hochsträß liken. Denn für jeden neuen Like gibt es 2 € in die Spendenkasse. Und am Ende wird der Betrag noch verdoppelt! Mich würde wirklich interessieren wie viel man hier für die Flutopfer rausholen kann. Lasst es uns testen.

Hier geht’s direkt zur Fanpage der Raiffeisenbank-Ehingen Hochsträß.

Denn wir wollen doch alle nur helfen.

P.S. Im Kleingedruckten steht, dass die Aktion bis 10.Juli angesetzt ist, die RaiBa Ehingen-Hochsträß sich jedoch vorbehält, die Kampagne vorzeitig zu beenden. Also keine Zeit verlieren und sharen, sharen, sharen.

*Update 13.06.2013*: Die Aktion ist leider schon wieder vorbei. Das Limit der Bank wurde erreicht, man sei aber trotzdem erfreut über den Verlauf der Kampagne und stockt die Spendensumme freiwillig sogar noch auf 2.000 € auf. Ein Schelm wer Böses denkt.

Das könnte dir auch gefallen:

Christian

Kurz zu mir: Als Social Media Community Manager der Firmengruppe Liebherr betreue ich die verschiedenen Firmen-Auftritte auf Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und YouTube. Daneben blogge ich hier über Social Media Marketing, Online Marketing und sonstigen digitalen Schabernack.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Das Limit wurde halt doch schneller erreicht als gedacht :)

    „Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß: Natürlich darf man wissen wo unser Limit war und ja, wir haben uns tatsächlich ein wenig verkalkuliert . 2 € für jeden neuen Fan macht 788 €. Wenn wir den Betrag verdoppeln macht das 1.576 €. Wir werden den Spendenbetrag noch auf 2.000 € auffüllen. Wenn jede Bank in Deutschland so viel spenden würde, könnte damit vielen geholfen werden.“

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.