„…nochmal ganz von vorn‘.“

Social Media Prisma

Social Media ist in aller Munde. Die kleine Schwester folgt Justin Bieber auf Twitter, Opa stellt via Instagram Bilder seiner Wallfahrt nach Schwäbisch Gmünd online und Ihr Chef „liked“ die Bilder der Kneipentour vom letzten Wochenende. Oder vielleicht auch nicht.

Kein Medium entwickelt sich momentan mit einer vergleichbaren Dynamik und Geschwindigkeit. Und in keinem anderen Medium ist die Kluft zwischen „Wir-wissen-genau-was-wir-tun“ und „Wir-denken-dass-wir-genau-wissen-was-wir-tun“ größer.

Es beginnt schon mit dem zentralen Begriff „Social Media“. Fragt man Freunde oder Kollegen nach einer Erklärung oder gar Definition erhält man nicht selten die Aussage:

Social Media. Facebook halt. Und dieses Twitter. Soziale Netzwerke eben. Oder?“

Wenn Sie sich selbst keine bessere Antwort zusammenschustern können, dann sollten Sie sich geschätzte 2,4 Minuten Ihrer wertvollen Zeit nehmen und weiterlesen.

Als „Digital Native“, also jemand der mit Google, Smartphone & Co. aufgewachsen ist, zuckt beim Stichwort „Definition“ der Zeigefinger nervös und klickt auf das gute alte Lesezeichen („Bookmark“) mit dem Titel „Wikipedia.com“. Geben wir der Wiki mal eine Chance:

Social Media (auch Soziale Medien) bezeichnen digitale Medien und Technologien […], die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten.“

Das klingt im ersten Moment sehr allgemein und man möge fast meinen, diese Begriffsdefinition beinhalte gefühlt so ziemlich jeden uns bekannten Service im Internet.
Völlig richtig.

An dieser Stelle werfen wir einen Blick auf die wohl bekannteste Darstellung in diesem Kontext, das „Social Media Prisma“ (Quelle: http://social-media-prisma.ethority.de ). Hier sehen wir eine umfangreiche Sammlung unterschiedlichster Sozialer Dienste formschön in verschiedenen Kategorien unterteilt.Social Media Prisma

Einige der hier vorgestellten Dienste dürften dem „Otto-Normal-Surfer“ bereits bekannt sein.  Ob er diese Dienste wie „Youtube“, „ICQ“ oder „idealo“ jedoch direkt unter Social Media verschlagwortet hätte ist eine andere Frage.

Anzumerken ist zudem, dass sich diese Plattformen oftmals nicht eindeutig kategorisieren lassen. Unser heißgeliebtes Facebook beispielsweise bietet uns nicht nur die Möglichkeit der Kommunikation untereinander, sondern auch das Teilen von Daten („Filesharing“) oder Einbinden kompletter Online-Shops („E-Commerce“).

Deshalb: Ja, Facebook ist auch Social Media, aber Social Media ist nicht gleich Facebook. Gerade in der heutigen medialen Umgebung, in der häufig die Goldwaage schneller gezückt wird als man „XING!“ sagen kann, sollte ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass die Begriffe „Social Media“ und beispielsweise „Social Networks“ nicht dieselben sind.

Und wenn Sie morgen ein Kollege darauf anspricht warum Sie mit diesem „großen Blumenposter“ den Plotter blockieren, dann beginnen Sie einfach „…nochmal ganz von vorn‘.“

 

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Christian

Kurz zu mir: Als Social Media Community Manager der Firmengruppe Liebherr betreue ich die verschiedenen Firmen-Auftritte auf Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und YouTube. Daneben blogge ich hier über Social Media Marketing, Online Marketing und sonstigen digitalen Schabernack.

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