Recruiting im Social Web (2/4): Die 3 Stufen

3 Stufen des Recruitment im Social Web

Willkommen zum zweiten Gang Ihres Menüs „Recruitment im Social Web“. Im Aperitif haben wir uns mit dem Begriff „Employer Branding“ beschäftigt und uns die für Social Media relevanten Fragestellung in diesem Kontext angesehen.

Sie haben diese Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet? Sauber!

Dann ist es an der Zeit darüber nachzudenken in welcher Intensität Sie Social Media in Ihren Personalbeschaffungsprozess einbeziehen möchten. Ich teile dieses Vorhaben gerne in 3 Stufen ein:

1 „Ein Fuß in der Tür“ – Verknüpfung mit Social Media

Die meisten Unternehmen, welche über eine eigene Internetpräsenz verfügen, werden in der Regel auch eine Art Karriereseite inklusive Unternehmensinformationen, offenen Stellen und

Social Media Buttons

Kontaktdaten zu Personalverantwortlichen verfügen. Um die Zielgruppe nun aus den Sozialen Netzwerken auf die Website zu leiten gibt es die Möglichkeit die relevanten Social Media Buttons (siehe Abbildung) auf der Karriereseite einzubinden.

Dies ist durch einfache und somit recht kostengünstig Implementierung von kleinen Code-Schnipseln in die Webseite umsetzbar und bietet den Besuchern die Möglichkeit ihre Freunde auf Facebook, Twitter und Co. auf diese Arbeitgeberseite aufmerksam zu machen.
Vorausgesetzt natürlich der Auftritt überzeugt den Betrachter.

Zu beachten: Selbst wenn Sie diese „Minimaltaktik“ fahren möchten, in welcher Sie relativ passiv bleiben, seien Sie sich dessen bewusst, dass Sie ab sofort verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit unter Ihrer Zielgruppe stehen werden.

2. „Hereinspaziert!“ – Einbindung von Social Media Elementen

Einen Schritt weiter gehen wir, wenn der bestehende statische Auftritt um Social Media Elemente erweitert wird.

So kann beispielsweise auf der Karriereseite der Corporate Website ein Bewerberforum, Azubi-Blog, Ihr Twitter-Stream oder die neuesten Meldungen Ihrer Facebook-Chronik eingebunden werden.

Voraussetzung für die letzteren beiden Beispiele ist dann natürlich ein bereits bestehender und regelmäßig bespielter Social Media Kanal, siehe Kapitel 3. Der große Vorteil liegt hier darin, dass der Code, einmal eingebunden, fortlaufend für neuen Content auf der Karriereseite sorgt und die somit meist recht statische durch ein interaktives Element erweitert wird.

Ein Forum oder Blog auf der Karriereseite sind, wenn mit Leben gefüllt, sehr mächtige Social Media Elemente. Der Aufwand für Entwicklung, Umsetzung und anschließende Betreuung ist jedoch erheblich größer als bei den vorher genannten Möglichkeiten.

Wichtig: Die „Blogosphäre“ hat ihre ganz eigenen Regeln und Gesetze. Bei der technischen sowie redaktionellen Umsetzung daher unbedingt Mitarbeiter mit entsprechender Erfahrung und Know-How an die Rechner setzen. Sonst geht’s mit dem Blog „schnell da Bach na‘“.

 3. „Zu mir oder zu dir?“ – Recruiting direkt auf Social Media Plattformen

Die dritte Stufe beschreibt das Recruiting direkt in den Sozialen Medien. Hier müssen die grundsätzlichen Überlegungen im Rahmen des Employer Branding (siehe voriger Artikel) erfolgreich umgesetzt werden. Nochmal in aller Kürze: „Wen will ich wo wann und wie ansprechen?“.

So werden Sie in der Regel eher auf Facebook und StudiVZ (gibt’s das noch?) über offene Stellen informieren oder Anzeigen schalten um an neue Auszubildende, Praktikanten oder Werkstudenten zu gelangen. Darf es ein frisch gebackener Master-Absolvent, Abteilungsleiter oder gar Vorstandsmitglied sein? Dann dürfte die Wahl eher auf XING (im deutschen Raum) oder LinkedIn(auf internationaler Ebene) fallen.

3 Stufen des Recruitment im Social Web

Die 3 Stufen des Recruitment im Social Web

Sie sehen: Viele Wege führen nach Rom. Da der Weg aber in diesem Fall nicht das Ziel ist, sondern wir messbare Erfolge erreichen möchten, lohnt es sich genau abzuwägen welche der 3 Strategien im Bezug auf Personalgewinnung im Social Web gefahren wird.

Die Biberacher Firma Kaltenbach & Voigt GmbH hat diese Möglichkeiten bereits abgewogen und bespielt verschiedene Social Media Kanäle erfolgreich. Wie sie das macht? Das verrate ich Ihnen im nächsten Artikel dieses 4-Gang-Menüs. Der steht schon auf dem Herd, muss jedoch noch ein bisschen ziehen.

Aber Vorfreude ist ja immer noch die schönste Freude, nicht wahr? 😉

Freundlicher Gruß aus der Küche,

Ihr Christian Mehler

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Christian

Kurz zu mir: Als Social Media Community Manager der Firmengruppe Liebherr betreue ich die verschiedenen Firmen-Auftritte auf Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und YouTube. Daneben blogge ich hier über Social Media Marketing, Online Marketing und sonstigen digitalen Schabernack.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr gut auf den Punkt. Aber wie mach ich’s dem Chef verständlich, wenn er bereits sein zweites iPhone zertrümmert hat (die Dinger können zu viel und machen nicht das, was ich will)?!
    Aber weiter so, ich bin gerad erst auf den Geschmack gekommen :-)

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  2. Eine sehr nette Idee, diese kleine SM-Serie. Freue mich schon auf weitere Teile davon.
    Bzgl. Forum auf einer Company-Website würde ich abraten, es sei denn, dieses wird nur von internen Mitarbeitern mit Content versorgt – aber ist es dann noch ein Forum???

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  3. Hallo Christian,

    Es freut mich zu lesen, dass du dich mit dem Thema Employer Branding, Recruiting etc beschäftigt.

    Ich würde aus deinem 3-Stufen-Modell übrigens eher ein 5 Stufen Modell machen und noch zwei Stufen ergänzen.

    A) Extern-Reaktiv: man beteiligt sich an der Social-Media-Diskussion auf externen Seiten – reaktiv. Beispiel Kommentare auf Einträge bei Kununu
    B) den dritten Punkt würde ich in zwei Unterpunkte unterteilen: direkte und indirekte Rekrutierung. Direkte= Direktandprache beispielsweise via Xing, Indirekte= Werbende Maßnahmen.

    Wenn du Interesse an dem Thema hast, Schau mal in mein Blog!

    Gruß

    Tim

    Antworten

    • Mahlzeit Tim!

      Vielen Dank für deinen ergänzenden Beitrag, das macht absolut Sinn.

      Die Einladung mal auf deinen Blog zu schauen nehme ich natürlich unverzüglich wahr 😉

      Beste Grüße,
      Christian

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