Recruiting im Social Web (3/4): Best-Practice

Header der KaVo Ausbildungs-Fanpage

Gang 1 („Employer Branding“) und 2 („Die 3 Stufen“) wurden serviert und ich hoffe Ihnen hat es bis hier hin geschmeckt. Wie? Sie haben einen Gang verpasst? Na, dann aber schleunigst auf einen der Links geklickt und nachschöpfen.
Denn wie sagt die Mama immer so schön: „I koch doch it fünf mol!“

Für alle anderen geht es direkt weiter mit einem wahren Gaumenschmauss zum Thema Personalbeschaffung im Web 2.0. Es ist angerichtet.

Die Biberacher Kaltenbach & Voigt GmbH (kurz: KaVo), ihrerseits Hersteller von medizinischen Geräten in der Dentalbranche, also klarer B2B-Spieler, nutzt das Social Web erfolgreich um mit potenziellen neuen Mitarbeitern in den Dialog zu kommen.

Neben Social Media Marketing Aktivitäten, welche das Kerngeschäft des oberschwäbischen Dentalgeräteherstellers im Social Web präsentieren (Facebook-Fanpage, Twitter-Kanäle, Webinare etc.) betreibt die Abteilung Ausbildung und Personalentwicklung seit Anfang des Jahres eigenständig eine Facebook-Seite. Da wollen wir doch mal genauer hinschauen:

1. Der erste Eindruck zählt

Das hat auch das Team unter der Leitung von Iris Fürst-Ludwig, Leiterin Personalentwicklung &

Header der KaVo Ausbildungs-Fanpage

Sympatischer Einstieg auf der Fanpage „KaVo Ausbildung-Studium-Praktikum“

Ausbildung bei KaVo, verstanden und vorbildlich umgesetzt. Im Header strahlen uns fünf hochmotivierte junge Menschen an, was der Seite direkt einen hohen emotionalen Einstieg verleiht.

Es wurde zwar offensichtlich kein professioneller Fotograf engagiert, aber das ist Meckern auf hohem Niveau und wird sicherlich bald ausgebessert. Entschuldigung, aber wir Schwaben „frotzeln“ ja immer gern ein bisschen rum…

2. Bildsprache

Ähnlich wie beim letztenBest-Practice Beispiel wird hier offensichtlich viel Wert auf eine positive Bildsprache gelegt. Lachende, junge dynamische Menschen so weit das Auge reicht. Gibt’s nicht viel mehr zu sagen. Da kommt Freude auf.

3. Inhalte

Nach den ersten Eindrücken dringen wir etwas tiefer unter die Oberfläche ein. Denn auch eine Fanpage voller Grinsekatzen und Luftsprüngen sorgt nicht von alleine für einen nachhaltigen Dialog zwischen Betrachter und Anbieter.

Die Firma KaVo liefert hier Informationen über die Erfahrungen von KaVo -Azubis und –Studenten, Veranstaltungen und offenen Stellen. Kriterium 1, Mehrwert liefern erfüllt. Check.
Jedoch könnte hier noch mehr Interaktion stattfinden. Erste Schritte in diese Richtung sind beispielsweise das letzte Gewinnspiel (2 Karten für Deichkind – Leider geil!). Da geht mehr!

4. Konstanz

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Social Web allgemein: Regelmäßige Kommunikation, nur so bleibt der Auftritt lebendig. Das macht KaVo auch hier richtig gut und tischt im Schnitt zwei Mal die Woche etwas auf. So schmeckt uns das.

5. Mankos

Die Seite "Studium" der Fanpage "KaVo Ausbildung-Stuidum-Praktikum"

Die Seite „Studium“ inkl. unschönem Scrollbalken

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das ist ein Naturgesetz und kann auch im Social Media Marketing nicht einfach umgangen werden. Na dann wollen wir mal.

Die Seiten „Ausbildung“ und „Studium“ sollen über die einzelnen Ausbildungsplätze und Studiengänge hinsichtlich Inhalt und Anforderungen informieren. Das tun sie auch, sehen dabei jedoch nicht wirklich prickelnd aus. Hier wurde der Code der Karriereseite auf KaVo.com einfach eingebaut und nur suboptimal eingebunden. Das geht schöner.

Alles Feinheiten und Meckern auf relativ hohem Niveau, okay.
ABER: Wo ist das Impressum? Das ist nunmal Pflicht für gewerbliche Facebook Fanpages, hat das Landgericht Aschaffenburg so entschieden und damit basta. Unbedingt nachbessern!

Was ich abschließend noch als sehr gelungen erwähnen möchte, ist die „partielle Personifizierung“. Auf der Fanpage der KaVo Ausbildung wird grundsätzlich in der Wir-Form „gesprochen“ . So kommt das Gefühl auf, dass man mit „KaVo“ im Dialog steht. Positive Emotionen werden direkt mit der Arbeitgebermarke verknüpft.

Und warum dann „partielle Personifizierung“? Weil auf einer extra Seite eben auch das verantwortliche Team (leider jedoch noch sehr spärlich…) vorgestellt wird, welches hinter dieser Fanpage steht. Das gibt dem Ganzen im zweiten Schritt wieder einen persönlichen Touch. Gefällt mir ausgesprochen gut.

Die Betrachtung wäre damit von meiner Seite aus abgeschlossen. Jetzt wären Insider-Infos natürlich wünschenswert, die einen Blick hinter die Kulissen geben. Dabei muss ich Sie jetzt leider auf das Dessert vertrösten, den vierten und letzten Teil der Serie „Recruting im Social Web“.

Leiterin der KaVo Personalentwicklung & Ausbildung

Iris Fürst-Ludwig
Leiterin der KaVo Personalentwicklung & Ausbildung

Denn ich habe mich kürzlich mit Iris Fürst-Ludwig, hauptverantwortliche Leiterin dieses Projekts, zu einem Teller Spätzle mit Soß verabredet, bei dem sie mir Rede und Antwort zu meinen Fragen stand. Und ich kann Ihnen versprechen: Der ein oder andere wird sich in diesem sehr interessanten Interview selbst entdecken. Freuen Sie sich darauf!

Freundlicher Gruß aus der Küche,

Ihr Christian Mehler

Hier gehts direkt zur Fanpage „KaVo Ausbildung-Studium-Praktikum“
P.S. Wer das Easter-Egg im Mai findet, darf es behalten 😉

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Christian

Kurz zu mir: Als Social Media Community Manager der Firmengruppe Liebherr betreue ich die verschiedenen Firmen-Auftritte auf Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und YouTube. Daneben blogge ich hier über Social Media Marketing, Online Marketing und sonstigen digitalen Schabernack.

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