Social Media Verantwortliche im Interview: Christian Sattel (Kekswerkstatt.de)

Christian Sattel Kekswerkstatt.de

Heute setzen wir unser kulinarisches Festmahl von letzter Woche fort und vollenden den Gaumenschmaus mit einem Gast in unserer Spätzleküche: Christian Sattel. Der ist bei der Kekswerkstatt GmbH aus Tübingen für das Social Media Marketing zuständig und hat sich die Zeit genommen uns einen spannenden Einblick in die leckere Social Media Welt der Kekswerkstatt zu geben!

Und weil der Christian schon in vorweihnachtlicher Stimmung schwelgt hat er einem von euch ein le-le-leckeres Geschenk mitgebracht: Einen 25-Euro Gutschein auf Kekswerkstatt.de – zum selber naschen oder weiterverschenken!

Wir ihr den gewinnen könnt? Weiter unten im Text! Jetzt erst mal Bühne frei für unseren Gast! *applause*

Hi Christian! Schön, dass du dir die Zeit genommen hast uns ein paar Fragen zu beantworten. Kurz zu dir: Wie kommt man dazu, als Social Media Manager in der Kekswerkstatt zu landen?

Als wir mit der Kekswerkstatt starteten musste ja jemand den Job übernehmen 😉 Tatsächlich war es erst mal so, dass ich den Job aufgrund meiner persönlichen Affinität zu Sozialen Netzwerken übernommen habe.

Und wenn dich meine Oma jetzt fragen würde: „Bua, wa machsch jetzt do genau?“. Wie würde deine Antwort lauten?

Liebe Oma, ich erzähle unseren Keks-Fans im Internet welche Kekse wir gerade backen, welchen Quatsch wir so machen und wo wir, auf welchen Veranstaltungen zu finden sind. „In dem Feesbugg do!“

Das nennt sich dann offiziell „Keksecutive – Social Media & Business Development“. Welche 3 Eigenschaften muss man, neben besagter Affinität, deiner Meinung nach noch mitbringen um den Beruf des Social Media Managers erfolgreich zu bewerkstelligen?

Kommunikationsfreudigkeit, den richtigen Ton bzw. die richtige Schreibe für die Zielgruppe treffen und die Netzwerke vor allem selbst leben.

Mit mymuesli.de und chocri.de hörte man in Deutschland wohl zum ersten Mal in größeren Formaten von spannenden Gründergeschichten, in denen Studenten in ihrer WG von Hand Müsli abpackten und kistenweise zur Post schleppten. Kannst du uns schildern, wie die Kekswerkstatt das Licht der Welt erblickte?

Ursprünglich ist die Idee gestartet, als wir nen tollen Snack zu dem Wein wollten, den wir gerade tranken. Nach einigen Selbstversuchen im Backen und der Erkenntnis, dass wir im Bau der dazugehörigen Website besser sind, haben wir unseren Bäcker Jörg kennengelernt. Da führte dann eins zum anderen.

Kommen wir zum Thema Social Media Marketing. Hand aufs Herz: Würde die Kekswerkstatt auch ohne Facebook und Co. funktionieren?

Vor allem würde Kekswerkstatt wesentlich weniger Spaß machen. Der Dialog mit unseren Fans ist nicht nur lustig, sondern daraus entstehen neben neuen Keks-Kreationen auch völlig neue Produkte wie das Keks-Abo oder das Keks-o-gramm.

Wenn du auf die Anfänge eurer Social Media Präsenz zurückblickst. Gab es Dinge, die du im Nachhinein anders machen würdest?

Wir sind mit der Kekswerkstatt an den Aufgaben gewachsen, genauso wie die Abläufe beim Backen und Eintüten, wurde auch die Betreuung unserer Social Media Profile immer besser. Da würde ich kaum etwas anders machen, außer vielleicht mir früher Hilfe für die Grafiken holen 😉 Aktuell steht noch unser Youtube-Channel im Auf- bzw. Umbau, bisher kam der einfach aus Zeitmangel etwas zu kurz.

Euer Ziel ist es offensichtlich in den Social Media eure Bekanntheit zu steigern um den  Umsatz eures Online-Shops anzufeuern. Gab es schon Überlegungen Umsatz direkt in den Netzwerken zu generieren, beispielsweise durch eine in Facebook integrierte Shop-Lösung?

Facebook ist für uns kein Verkaufskanal. Wir wollen unsere Keks-Fans nicht mit Werbung ärgern, sondern alle an unserem Erlebnis teilhaben lassen. Wir verlinken zwar von Facebook, Twitter etc. auf unsere Website, da sie das zentrale Element in der Kekswerkstatt ist. Aber unser Ziel ist nicht direkt den Umsatz zu steigern, sondern von uns zu erzählen und unsere Fans und Follower als Teil der Kekswerkstatt fühlen zu lassen.

Da stellt sich mir dann direkt die Frage: Wie messt ihr euren Erfolg eures Social Media Marketings? Oder werden die eingesetzten Ressourcen einfach als notwendig deklariert – komme raus was wolle?

In gewissem Maß lassen sich Besuche über Analytics messen, aber wie erwähnt geht es nicht direkt um’s Verkaufen und so besteht einfach eine Notwendigkeit. Allerdings nicht unkontrolliert, sondern durchaus mit dem Ziel ein Branding zu schaffen. Die meisten Leute lernen uns auf Facebook, Pinterest etc. kennen und das wünschen wir uns auch so.

Gutes Stichwort! Mit der Kekswerkstatt haben wir erstmalig ein Best Practice Beispiel, in welchem Instagram und Pinterest im Social Media Marketing-Mix auftauchen. Mit der Einführung von Unternehmensseiten gehen beide Plattformen einen Schritt weiter in Richtung Kommerzialisierung. Was meinst du? „Nice to have“ oder ernstzunehmender Traffic-Lieferant?

Tolle Bilder von unseren Keksen sagen mehr als 1000 Worte über Zutaten oder Geschmacksrichtungen. Um ein ernsthafter Traffic-Lieferant zu sein, fehlen beiden vielleicht noch ein paar deutsche Nutzer, für unseren Fall. Bei international agierenden Unternehmen mit Produkten die sich gut in Bildern abbilden lassen mag das schon anders sein. Für uns haben sich aber über beide Plattformen bereits tolle Kooperationen mit anderen Unternehmen auf den Netzwerken ergeben.

Interessant, kannst du uns ein Beispiel zu so einer Kooperation geben?

Mit einem Getränkehersteller haben wir so schon zusammenarbeiten können oder zum Beispiel mit wer-kennt-wen.de, ein Netzwerk indem wir nicht aktiv sind und dessen User wir sonst nicht erreicht hätten.

Christian, ich danke dir für diesen Ausflug in die Welt der Kekswerkstatt. Zum Abschluss noch ein kurzes Gedankenspiel: Du schlägst den Raab und gewinnst 1 Millionen Euro. Welche neue „Online-Customize-Shop“ Idee realisierst du mit diesem Geld?

1 Million reicht noch nicht um eine „online customized Monster Truck“ Seite aufzuziehen. Sicher reichen würde es aber für eine Seite auf der man seine eigenen Mixtapes zusammenstellen kann, ja Mixtapes, auf echten, richtigen Kassetten!

Gewinnspiel: Um an die 25 Euro in Keks ranzukommen, musst du einfach nur per Kommentar folgende Frage beantworten: Welchen „Online-Customize-Shop“ würdest du mit der Millonen umsetzen?

Teilnahmeschluss ist der 12.12.12 :) Das Los entscheidet – Der Keksweg ist ausgeschlossen!

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Christian

Kurz zu mir: Als Social Media Community Manager der Firmengruppe Liebherr betreue ich die verschiedenen Firmen-Auftritte auf Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und YouTube. Daneben blogge ich hier über Social Media Marketing, Online Marketing und sonstigen digitalen Schabernack.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Tja, was für einen Online-Customize-Shop braucht die Welt, vor allem einen der 1-Millionen wert ist?
    Mixtapes sind jetzt ja bereits verplant, T-Shirts gibts zu hauf, was ich aber noch nicht gesehen habe wäre ein Online-Customize-Shop bei dem man sich sein eigenes Brot zusammen stellen kann.

    Also erstmal vom Grundteig ausgehend, Weißbrot, mit Sauerteig, Roggen oder Dinkel usw., welche Körner mit rein sollen (z.B. für Allergiker die wegen einer Körnersorte auf Vollkorn verzichten müssen) und auch in welchen Mengen, 500 Gramm oder auch mal 1000 Gramm, auf Wunsch natürlich auch schon geschnitten 😉

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    • Super Idee mit dem Brot! Technisch schnell umsetzbar, bleibt die Frage nach den Kosten pro Brot wenn sie einzeln von Hand hergestellt werden. Geschnitten dann natürlich gegen Aufpreis ;))))
      Ach wenn man doch nur mehr Zeit und Budget hätte, hm? 😉

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  2. Ein Customize-Shop mit einem neuen Konzept, wie wäre es mit „customize your beer“?
    Und damit meine ich nicht nur das Aussuchen eines eigenen Labels auf der Flasche, sondern die Möglichkeit, direkt auf bestimmte Faktoren wie Zutaten, Alkoholgehalt, Aussehen, Flaschenform etc. einzugehen.

    Wobei ich anmerken möchte, dass ich die Idee von Herrn Bühler sehr gut finde. Das wäre wirklich eine tolle Sache für Allergiegeplagte, z.B. bei Gluten oder Histominintoleranz.

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  3. @ Christian

    Den Werbeaspekt inklusive Aufbau des Shops übernehm ich gerne wenn ich eine Brotflatrate bekomme 😉
    Freu mich im Übrigen schon auf die Kekse!

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